Kurzantwort

First-Pass-Yield ist der Anteil eingehender Teile, die einen definierten Prozess beim ersten Versuch ohne Reparatur oder Wiederholung erfolgreich durchlaufen. Teilen Sie diese Erstpass-Gutteile durch die Anzahl eindeutiger eingehender Teile. Nachgearbeitete Teile bleiben aus dem Zähler ausgeschlossen, auch wenn sie später geliefert werden. Die Endausbeute zeigt dagegen, wie viele Teile schließlich akzeptiert wurden. Berichten Sie beide Werte mit Nacharbeit und Ausschuss für dieselbe Gruppe und Prozessgrenze, damit ein gutes Lieferergebnis zusätzliche Arbeit nicht verdeckt.

Kernaussagen

Erstpassausbeute und Endausbeute getrennt halten.

Nacharbeit erfassen, ohne neue Teile zu erfinden.

Die Ausbeutedifferenz mit Aufwand und OEE verbinden.

Was genau als erster Durchlauf zählt

Definieren Sie Prozess und Freigabekriterium vor der Rechnung. Ein Teil ohne erneuten Versuch ist ein Erstpass-Gutteil. Ein repariertes und später akzeptiertes Teil zählt zur Endausbeute, bekommt aber keinen Erstpassstatus zurück.

ASQ schließt Reparatur und Wiederholungen aus der Erstpassausbeute aus. Zwei planmäßige Prüfungen können zu einem normalen Durchlauf gehören; eine fehlerbedingte Wiederholung ist ein anderes Ereignis. Dokumentieren Sie den Unterschied für alle Schichten.

Der Artikel zur OEE-Verlustanalyse ordnet die Kennzahl ein.

Jedes physische Teil bekommt einen Eingang

Verwenden Sie Seriennummern, Lospositionen oder eine andere nachvollziehbare Identität. Ein Nacharbeitsbesuch ist ein weiteres Ereignis desselben Teils. Wird er als neuer Eingang gezählt, verändert sich der Nenner.

Nutzen Sie möglichst eine Gruppe mit abgeschlossenen Ergebnissen. Noch ungeprüfte oder ungeklärte Teile bleiben als offen sichtbar. Bei periodischen Kennzahlen müssen Zeitraum und Anfangs- sowie Endbestand eindeutig sein.

ErstpassausbeuteErstpass-Gutteile ÷ eindeutige Eingänge × 100 %

Gleiche Gruppe, Prozessgrenze und Annahmeregel. Nachgearbeitete Gutteile bleiben vom Erstpasszähler ausgeschlossen.

1.000 Teile bis zum Ende verfolgen

Angenommenes Rechenbeispiel: 1.000 eindeutige Teile gehen in die Prüfung. 900 bestehen sofort, 80 brauchen Reparatur und 20 werden direkt ausgeschleust. Jedes reparierte Teil erhält einen weiteren Versuch: 70 bestehen, 10 werden Ausschuss.

Die Bilanz stimmt: 900 + 70 + 30 = 1.000. Am Ende sind 970 Teile gut, aber nur 900 waren beim ersten Versuch gut. Dies sind Lehrdaten, keine Ergebnisse eines Betriebs.

Eine beispielhafte Gruppe von 1.000 Teilen enthält 900 Erstpass-Gutteile, 80 Nacharbeitsteile und 20 direkte Ausschussteile; Nacharbeit liefert 70 Gutteile und 10 Ausschussteile.
Abgeschlossene Beispielgruppe: 90 % Erstpassausbeute, 97 % Endausbeute, 30 Ausschussteile.
KennzahlRechnungErgebnis
Erstpassausbeute900 ÷ 1.000 × 100 %90 %
Endausbeute(900 + 70) ÷ 1.000 × 100 %97 %
Nacharbeitsanteil80 ÷ 1.000 × 100 %8 %
Endgültiger Ausschuss(20 + 10) ÷ 1.000 × 100 %3 %

Gute Endausbeute kann viel Aufwand verdecken

Die sieben Prozentpunkte zwischen 90 % und 97 % stammen hier aus erfolgreich reparierten Teilen. Daraus folgen noch keine Reparaturzeit, Kosten oder Auswirkungen auf andere Aufträge. Messen Sie diese Folgen zusätzlich.

Bei angenommenen drei Minuten pro Reparatur ergeben 80 Teile insgesamt 240 Minuten, also vier Arbeitsstunden. Diese Beispielzeit wird nur dann zu verlorener Produktionskapazität, wenn sie eine begrenzende Ressource beansprucht. Vier Stunden Arbeit sind nicht automatisch vier Stunden Lieferverlust.

  1. Ergebnisse je Teil erfassen

    Eingang, erste Annahme, Nacharbeit, endgültige Annahme und Ausschuss dokumentieren. Offene Fälle sichtbar halten.

  2. Beide Ausbeuten berechnen

    Eindeutige Eingänge als Nenner verwenden. Gruppe und Prozess nennen.

  3. Nacharbeitsaufwand messen

    Zeit, Prüfungen, Material und Ressourcennutzung erfassen, statt Kosten aus der Prozentdifferenz abzuleiten.

  4. Den Erstfehler untersuchen

    Nach Fehlerart, Produkt, Bedingungen und Schicht aufteilen. Ursache vor Einstellungsänderungen bestätigen.

Nacharbeit gehört nicht in Erstpass-OEE-Qualität

Die Gesamtanlageneffektivität OEE verbindet Verfügbarkeit, Leistung und Qualität. Vorne verwendet für die Qualitätsrechnung zuerst erfolgreich gefertigte Teile. Bei derselben Erstpassgrenze mit 1.000 Teilen entspricht das hier 90 %, nicht 97 %.

Für einen zweiten Produktionsdurchlauf braucht es eine ausdrückliche Zählregel. Die Vorne-FAQ behandelt praktische Nacharbeitsfälle. Zeit und Wiederholzyklen müssen über die Faktoren hinweg konsistent bleiben, damit Verluste weder verschwinden noch doppelt zählen.

Vor dem Vergleich die Definitionen prüfen

Die Erstpassausbeute einer Prüfstation und einer gesamten Linie betrachten unterschiedliche Grenzen. Für zwei aufeinanderfolgende Stufen ergibt die Gesamterstpassausbeute den Anteil, der beide sofort besteht. Bedingte Stufenausbeuten von 90 % und 95 % ergeben für einen passenden Fluss 85,5 %.

Dafür braucht jede Stufe die zugehörige Erstpasspopulation. Ein Mittelwert beider Quoten oder das Produkt unabhängiger Schichtwerte bildet den Weg derselben Teile nicht nach.

Lean und Six Sigma helfen bei der Methodenwahl, Predictive Quality bei früheren Signalen. Freigabe- und Sicherheitsregeln bleiben ohne autorisierte Änderung gültig.

Praxis-Checkliste

  • Prozessgrenze und Annahmeregel aufschreiben.
  • Eindeutige Teile statt Prüfbesuche zählen.
  • Fehlerbedingte Wiederholungen kennzeichnen.
  • Nacharbeit aus dem Erstpasszähler ausschließen.
  • Offene Ergebnisse sichtbar halten.
  • Endgültige Gutteile plus Ausschuss mit Eingängen abgleichen.
  • Zeit und Ressourcen der Nacharbeit separat messen.
  • Zählregeln für OEE und Stufenausbeuten prüfen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Quellen und Vertiefung

Maßgebliche Referenzen für Recherche und Prüfung dieses Leitfadens.